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Der Reichtum an Laubgehölzen im Naturschutzgebiet "Schlosspark Falkenstein" stellt im Naturraum Falkensteiner Vorwald eine Besonderheit dar, denn in den Wirtschaftswäldern dieser Region liegt der Laubholzanteil unter 10%. Nachdem Ende des 18. Jh. die Burg unbewohnbar wurde, entwickelte sich auf den ehemals baumfreien Hängen ein natürlicher Wald. Aus dieser Zeit stammen noch viele der inzwischen über 200 Jahre alten Fichten, Buchen und Linden. Diese zahlreichen Baumveteranen und das reichlich vorhandene Totholz einerseits sowie die natürliche Verjüngung in den Lichtungen ließen einen artenreichen, vielschichtigen und reifen Naturwald entstehen, der nicht mehr forstlich genutzt wird. Sonnige Felshänge und schattige Schluchten wechseln einander ab. In diesem großen Angebot an unterschiedlichen Lebensräumen finden zahlreiche zum Teil sehr seltene Tiere und Pflanzen Nahrung und Rückzugsort.

Die imposanten Granitformationen laden ein, bestaunt zu werden. Auf Grund der seit Jahrmillionen wirkenden Kräfte von Wasser, Eis, Wind und chemischen Prozessen wurden die so genannten Wollsackverwitterungen herausgebildet. Der Volksmund hat den charakteristischsten Gesteinsbildungen Namen wie „Froschmaul" oder "Steinernes Gässchen" verliehen. Letzteres ist auch als Geotop in Bayern registriert.

Wanderung durch den Natur- und Felsenpark

Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt wird gebeten, die ausgeschilderten Wanderwege nicht zu verlassen. Wie führen Sie zu allen Besonderheiten unseres Parks.

Natur- und Felsenpark Falkenstein FroschsteigWir beginnen 50 m oberhalb des Burgparkplatzes (Infotafel), dann links auf dem Froschsteig (Symbol) in Richtung Teufelssteg, weiter hinab zum Froschmaul.  Das Hinweisschild für das Felsgebilde vor uns hätte es nicht bedurft; uns fällt die Ähnlichkeit sofort ins Auge. In der geräumigen Felsnische lädt uns eine Ruhebank zur Verschnaufpause ein. Wir halten uns rechts. Ein sehr enger  Felsendurchgang führt uns durch den Schiefen Stein. Nach ca. 200 Metern halten wir uns wieder rechts, wo uns der Weg weiter führt zum Schützenplatz mit seinem mächtigen Steintisch. Schon im 18. Jahrhundert (oder noch früher) wurde hier der Schießsport betrieben. Aus einem alten Gemeindeplan ist zu ersehen, daß der Schießplatz eine historische Schießstätte ist. Die Schusslinie reichte bis zum Felsen der Klause, der wohl als Kugelfang diente. Die Länge der SchieFelsenformation Froschmaulßbahn war ca. 100 Meter und die Breite sechs bis acht Meter. Aus dem Plan ist ebenfalls zu entnehmen, daß die Anlage überdacht und auch umfriedet war. Man nimmt an, daß die Burgherren die Schützen waren, oder deren Verwaltungsbeamte. Wir folgen wieder der Beschilderung und biegen wieder rechts ab zum Teufelstein. An diesem etwas fünf Meter hohen Stein ist eine Gedenktafel befestigt. Die Inschrift erinnert an den tödlichen Absturz eines Kindes am 30. August 1836. Weiter hinauf bringt uns der Weg zu einer mit einem Eisengitter verschlossenen Höhle, aus der uns das in Deutschland sehr seltene Leuchtmoos entgegenschimmert. Es handelt sich dabei um Laubmoos. Diese Pflanzenart lässt das einfallende Licht in smaragdgrünem Glanz reflektieren. Über eine steile Holztreppe kommen wir zum Schanzl. Dieses Schanzl diente vormals als vorgelagerte Verteidigungswehr und war mit Kanonen bestückt, die jedoch 1809 von den Österreichern mitgenommen wurden. Weiter geht es zur Schlosskapelle. Das schlicht aussehende Kirchlein gehört ebenso wie die Burg selbst, seit 1968 der Marktgemeinde Falkenstein. Nun kehren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück.

 

Natur- und Felsenpark Falkenstein HimmelssteigWir starten unsere Tour wieder bei der Infotafel oberhalb des Burgparkplatzes und folgen links der Beschilderung (Symbol Himmelsteig) über den Teufelsteg zum Froschmaul. Nach dem Froschmaul biegen wir zwei Mal links ab und kommen so zur Himmelsleiter. HimmelsleiterWir wähnen uns vorher jedoch im Fegefeuer, so eng, steil und beschwerlich wird der Weg über die lange Holztreppe. Ist diese erklommen, folgen wir rechts dem schmalen Steig und gelangen so zum Herzbeutelgässchen, so benannt wegen eines oben in der Felsspalte eingeklemmten freihängenden Steines in Form eines Herzbeutels. Etwas unterhalb liegt rechts haltend der Hohle Stein, auch „Herminensgrotte“ genannt, eine natürliche Höhle in diesem Steinmassiv, die geradezu zum Erforschen einlädt.  Nun geht es weiter zum Steinernen Gässchen. Nun folgen wir in Serpentinen den von Holzplanken begrenzten Steig bis zum Froschmaul. Von dort kehren wir wieder über den Teufelsteig zurück zum Ausgangspunkt.

 

Natur- und Felsenpark Falkenstein SchlosssteigAusgangspunkt ist wieder die Infotafel oberhalb des Burgparkplatzes, wo wir rechts Richtung Burg wandern (Symbol Schlosssteig). Wir steigen links hoch zur Schlosskapelle und folgen noch der Beschilderung bis zum Schanzl. Dieses diente vormals als vorgelagerte Verteidigungswehr und war mit Kanonen bestückt, die jedoch 1809 von den Österreichern mitgenommen wurden. Hier kehren wir um und lassen uns von dem mit Holzplanken gesäumten Pfad bis zum breiten Burgweg führen und gehen links hinauf zum Hof der trutzigen Veste. Wir betreten das Innere der über 900 Jahre alten Festung und steigen über Treppen empor zum luftigen Bergfried. Reizend liegt uns der Markt Falkenstein zu Füßen. Im Osten lassen ausgedehnte Wälder bereits die Schönheit des zentralen Bayerischen Waldes ahnen. Nachdem wir den herrlichen Rundblick genossen haben, können wir in der Burg das Museum "Jagd und Wild“ noch besuchen. Für den Rückweg nehmen wir denselben Weg und biegen nach ca. 20 Metern links ab und kehren über die Treppen zurück zum Parkplatz.

 

Natur- und Felsenpark Falkenstein KönigswegDiese Wanderung beginnt beim Parkplatz hinter dem Rathaus. Wir überqueren die Rodinger Straße und treten bereits nach wenigen Metern, vorbei am Hotel "Am Schlosspark", in den schattigen Hochwald des Felsenparks. Unser Weg (Symbol Königsweg) führt uns zum rechts gelegenen Schützenplatz mit seinem mächtigen Steintisch. Der Weg führt weiter zum Königsplatz, dessen Bezeichnung auf einen Besuch der königlichen Majestäten Maximilian und Maria, sowie die fürstlichen Durchlauchten Maximilian von Thurn und Taxis und dessen Gemahlin Helene am 3. Juli 1852 zurückzuführen ist. Schützenplatz im SchloßparkWir halten uns dann rechts und sehen schon die Klause. Sie wurde auf einem Felshügel erbaut, eine romantische Holzhütte, die ein wenig an eine Kapelle erinnert. Hier soll vor vielen Jahren ein Einsiedler gehaust haben. Wir gehen den Weg weiter rund um die Klause und folgen der Beschilderung bis wir wieder zum Einstiegspunkt gelangen.
Mit dem Kinderwagen: Wir kehren wieder über den Königsplatz zurück zum Weg, den wir vorher gekommen sind.

 

Die Wanderung durch den Falkensteiner Schlosspark ist zwar nicht besonders lang, sie erfordert aber vor allem bei feuchter Witterung festes Schuhwerk und eine gewisse Trittsicherheit. Dann ist die Wanderung vor allem im Herbst ein Genuss!

Hier die Beschreibung der Wanderung zum Download!

Beschreibung des Schlossparks!